Ich wollte nie mehr Traffic. Ich wollte aufhören, an der Kasse zu rechnen.
Warum willst du eigentlich, dass Pinterest für dich funktioniert?
Geht es wirklich um mehr Besucherinnen auf deinem Blog? Um steigende Klickzahlen und Impressionen? Oder geht es um etwas, das viel tiefer liegt?
Die Antwort kam mir an einer Supermarktkasse.
Mein Sohn hatte sich einen Schokoriegel aus dem Regal genommen – so, wie Kinder das eben tun. Während ich ihn aufs Band legte, lief in meinem Kopf automatisch dieselbe Rechnung wie schon unzählige Male zuvor: Miete ist abgebucht. Strom kommt noch. Reicht das bis Monatsende? Ich habe den Schokoriegel natürlich bezahlt.
Aber dieses Kopfrechnen blieb. Beim Einkaufen. Beim Einschlafen. Mitten im Gespräch mit einer Freundin. Irgendwann war die Rechnung einfach wieder da.
Mir geht es längst nicht mehr um mehr Besucherinnen auf meinem Blog. Mir geht es um einen Feierabend, an dem mein Kopf nicht die nächste Rechnung durchgeht. Um ein Business, das läuft, ohne dass ich jeden Tag komplett reinhängen muss, damit am Monatsende Geld auf dem Konto ist.
Deshalb ist Pinterest für mich kein weiterer Social-Media-Kanal, sondern ein Marketing-System, das auch dann läuft, wenn ich gerade mit meinem Sohn am See sitze oder einfach nicht arbeite. Pinterest funktioniert langfristig anders als Instagram. Ein guter Pin verschwindet nicht nach einem Tag wieder aus dem Blickfeld. Er kann auch Wochen oder Monate später noch gefunden werden, wenn jemand genau nach dieser Lösung sucht.

Wichtig vorab
Mehr Traffic allein verändert dein Business nicht. Entscheidend ist, was nach dem Klick passiert und ob deine Besucherinnen einen klaren nächsten Schritt finden.
Traffic ist nicht das Ziel
Wenn ich Frauen frage, warum sie Pinterest ausprobieren möchten, höre ich fast immer dieselbe Antwort: „Ich wünsche mir mehr Besucherinnen auf meinem Blog.“
Aber niemand wacht morgens auf und denkt: Heute hätte ich gern 500 Besucherinnen auf meiner Website.
Wenn wir ehrlich sind, wünschen wir uns etwas ganz anderes: dass regelmäßig die richtigen Menschen auf uns aufmerksam werden. Dass sie lesen, Vertrauen aufbauen und irgendwann Kundinnen werden, weil sie sich verstanden fühlen.
Traffic ist der Weg dahin. Nicht das Ziel.
Versteh mich nicht falsch: Natürlich freue ich mich über Besucherinnen auf meinem Blog. Aber sie sind für mich nicht das eigentliche Ziel. Sie sind der Anfang einer Reise – nicht ihr Ende.Genau hier liegt der Denkfehler
Gerade wir Mütter verwechseln Sichtbarkeit oft mit Wirkung.
Sichtbarkeit
Der Klick auf deine Website
Ein Pin sorgt dafür, dass eine neue Besucherin auf dich aufmerksam wird. Aber damit beginnt ihre Reise erst.
- Der Pin weckt Interesse.
- Die Überschrift verspricht einen Nutzen.
- Der Klick führt auf deine Website.
Wirkung
Was nach dem Klick passiert
Erst dein Artikel, dein Freebie und dein Angebot machen aus einer Besucherin möglicherweise eine Kundin.
- Der Artikel baut Vertrauen auf.
- Das Freebie vertieft die Beziehung.
- Ein passendes Angebot ermöglicht den nächsten Schritt.
Wir schreiben Artikel, erstellen Pins, posten auf Instagram – und investieren jede Woche Stunden in Content. Trotzdem fühlt es sich manchmal an, als käme am Ende nicht viel dabei rum. Irgendwann habe ich gemerkt, dass gar nicht die Reichweite das eigentliche Problem war. Die einzelnen Bausteine haben einfach nicht zusammengearbeitet.
- Ein Pin bringt jemanden auf deine Website.
- Ein guter Artikel sorgt dafür, dass sie bleibt.
- Ein hilfreiches Freebie vertieft das Vertrauen.
- Daraus kann später eine Anfrage oder ein Kauf entstehen.
Erst wenn diese Schritte zusammenspielen, wird aus einem einzelnen Besuch ein System, das für dich arbeitet.
Drei Dinge, die für mich feststehen
Ein Pin braucht immer einen nächsten Schritt.
Ein Pin allein verändert nichts. Erst der hilfreiche Artikel, das Freebie oder das passende Angebot danach macht daraus eine Beziehung. Falls du gerade erst startest: Warum Pinterest auch ohne jahrelange Blog-Erfahrung funktioniert
Vertrauen entsteht lange vor dem Kauf.
Die wenigsten kaufen beim ersten Kontakt. Sie kaufen, wenn sie das Gefühl haben: Diese Frau versteht genau, wo ich gerade stehe. Genau deshalb schreibe ich diese Artikel überhaupt. Nicht, weil sie verkaufen sollen. Sondern weil Vertrauen lange vor dem Kauf beginnt.
Ich verlasse mich lieber auf eine Struktur als auf Motivation.
Es wird Tage geben, an denen du keine Lust auf Content hast. Gerade als Mama ist der Kopf oft schon voll genug. Ich kann mich nicht darauf verlassen, jeden Tag motiviert zu sein. Auf eine gute Struktur dagegen schon.
Und genau deshalb denke ich heute völlig anders über Pinterest
Viele denken bei Pinterest zuerst an schöne Pins oder die richtigen Keywords. Für mich beginnt es früher – mit einem System, das langfristig für mich arbeitet: klare Themen, sinnvolle Boards, gut verknüpfte Artikel, ein roter Faden, der aus Besucherinnen nach und nach Leserinnen und Kundinnen macht.
Genau dabei hilft dir die Pinnwand-Formel: Sie zeigt dir, wie du Pinterest von Anfang an so strukturierst, dass dein Marketing nicht jeden Morgen wieder bei null anfängt.
Bevor du also fragst: „Wie bekomme ich mehr Besucherinnen?“
Frag dich lieber: „Was passiert eigentlich, wenn jemand auf meiner Website landet?“
Genau dort entscheidet sich, ob aus einem Klick irgendwann finanzielle Sicherheit wird. Denn vielleicht wünschen wir uns am Ende gar nicht mehr Besucherinnen auf unserem Blog. Vielleicht wünschen wir uns einfach einen Feierabend, an dem ein Schokoriegel wieder nur ein Schokoriegel ist.
Lve Marita


