Warum „Dann gehst du halt wieder arbeiten“ dein Worst Case nicht kleiner macht
Du musst los zum Kindergarten. Danach direkt zum Jobcenter, Warteraum Nummer 4.
Du hast deinen Termin extra nach der Kita-Bringzeit gelegt, aber noch vor deinem Webinar, in dem du heute ein wichtiges Produkt launchen willst.
Aber dein Kind hat gerade beschlossen, dass Schuhe eine Zumutung sind.
Du kniest auf dem Flur und versuchst, den zweiten Schuh anzuziehen. Dein Handy vibriert: Erinnerung an den Termin.
Dein Kind weint jetzt richtig, weil der Schuh drückt, den es eigentlich selbst anziehen wollte. Du hältst es fest, redest beruhigend auf es ein – und gleichzeitig läuft in deinem Kopf die Liste weiter:
Termin beim Jobcenter. Webinar. Launch in wenigen Stunden. Die E-Mails sind noch nicht raus.
Und du mittendrin. Mit deinem Kind im Arm.
Und dann fällt dir der Satz ein, den du letzte Woche irgendwo gelesen hast: „Mein Worst Case, ist dein Normal.“ Du willst laut lachen. Nicht, weil er witzig ist. Weil er von jemandem stammt, der vermutlich nie hier saß, wo du grad sitzt.

28,7 Prozent. So viele Menschen in Alleinerziehenden-Haushalten in Deutschland gelten laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts als armutsgefährdet – fast doppelt so viele wie im Bevölkerungsdurchschnitt. Das ist keine gefühlte Zahl. Das ist der Unterschied zwischen „Business hat nicht geklappt, ätzend“ und „Business hat nicht geklappt, und scheiße was jetzt?“
Warum dieser Satz an deiner Realität vorbeigeht
Die Business-Mindset-Bubble erzählt eine simple Formel: Klappt’s mit der Selbstständigkeit nicht, gehst du halt wieder arbeiten. Kein Drama. Nett gemeint, um Angst rauszunehmen. Nur: Für viele in dieser Bubble bedeutet Worst Case einen kleinen Ego-Kratzer, dann zurück ins Büro, das mit offenen Armen wartet.
Die Realität vieler alleinerziehender Mütter sieht eher so aus:
Und genau deshalb fühlt sich der Satz „Dann such dir doch einfach einen Job.“ für viele nicht wie eine Lösung an, sondern wie etwas, das an ihrer Lebensrealität komplett vorbeigeht.
Ein passender Job?
Ein Job, der zu deinen Betreuungszeiten passt – falls er überhaupt existiert.
Rechnet sich das überhaupt?
Ein Gehalt, das erstmal die Kinderbetreuung finanziert, bevor überhaupt etwas übrig bleibt.
Verständnis im Alltag?
Ein Chef, der Verständnis hat, wenn dein Kind zum dritten Mal in vier Wochen krank ist.
Der ganze Papierkram
Und mittendrin vielleicht wieder das Amt, wieder Formulare, wieder das Gefühl, dich rechtfertigen zu müssen.
Das ist ein System, das für Alleinerziehende sowieso schon eng gestrickt ist – Business hin oder her.
Was deine Angst wirklich ist, wenn du genau hinschaust
Ehrlich: Deine Angst ist gar nicht „ich muss wieder angestellt arbeiten“. Das würdest du überleben, so wie du alles andere überlebt hast.
Die eigentliche Angst ist kleiner und konkreter zugleich: Dass das Kind noch länger betreut werden muss. Dass du wieder jeden Cent zweimal umdrehen mussst. Dass du dich fragst, ob du zu leichtsinnig warst, dich selbstständig zu machen.
Ist der Worst Case wirklich so riesig, wie er sich anfühlt?
Ja. Mein Worst Case ist größer als der vieler Menschen, die Sätze posten wie „Mein Worst Case ist dein Normal.“ Aber er ist nicht größer als mein Warum. Ich habe in meinem Leben schon Dinge überstanden, die schwerer waren als ein Business, das nicht sofort funktioniert.
Deshalb mache ich weiter. Ich akzeptiere, dass es Herausforderungen geben wird, und hole mir Unterstützung, wo ich sie brauche. Und weil für mich ein Gedanke schwerer wiegt als jeder Worst Case: nie herauszufinden, ob es hätte funktionieren können.
Was den Worst Case tatsächlich kleiner macht
Nicht Zuspruch. Struktur.
Der Grund, warum der Worst Case bei vielen Alleinerziehenden so riesig wirkt, ist selten die Situation an sich — sondern dass das Business komplett von täglicher, ständiger Präsenz abhängt. Fällt ein Tag aus (Kind krank, Jobcenter-Termin, Erschöpfung), fällt das ganze System mit aus.
Deshalb habe ich Frau Glück von Anfang an anders aufgebaut: nicht als „lern Pinterest“-Kurs, sondern als Business, das sich deinem Leben anpasst — nicht umgekehrt. Pinterest ist dabei nur das Werkzeug, kein Selbstzweck.
Ein Pin, den du heute erstellst, bringt dir auch in drei Monaten noch Besucherinnen. Ohne dass du online sein musst, ohne dass drei Tage Funkstille dich zurückwerfen, weil dein Kind Fieber hat. Und um meine Zeit noch besser zu takten, bin ich irgendwann zum Content Batching übergegangen und spare mir dadurch unfassbar viel Zeit. Wie genau ich das mache, kannst du hier nachlesen Content Batching für alleinerziehende Mütter: Dein Online-Business in 2 Stunden pro Woche.
Und weil ich die Mama war, deren Worst Caste gewesen wäre: Kind hat kein Essen mehr, suche ich heute keine Social Media Optimiereungen mehr, sondern baue mir ein System auf, was für ich arbeitet, automatisiert Interessentinnen bringt und daraus Kunden macht. Eins meiner Tools die ich nutze ist unter anderem Pinterest. Statt 24 Stunden Sichtbarkeit für einen Post, garantiert mir ein guter Pin Sichtbarkeit über Monate.
Doch, bevor du damit startest, hier ein Geschenk von mir, damit du gleich zu Beginn schon, das Bestmögliche aus deinem Pinterestauftritt herausholst.
Bau deine Pinnwände so auf und Pinterest wird dich viel schneller ranken.

Anfordern. Bekommen. Direkt umsetzen.
Kein PDF zum Abheften – direkt am Handy oder PC startklar.
Dein Impuls für Heute:
Schreib deinen echten Worst Case auf. Nicht die Instagram-Version. Die echte, mit Terminen, mit Ämtern, mit dem, was tatsächlich passieren würde. Und dann frag dich: Ist das wirklich unüberlebbar – oder ist es „nur“ richtig scheiße aber überlebbar? Meistens ist Letzteres der Fall. Und „richtig unangenehm“ hast du schon öfter überlebt, als dir manchmal bewusst ist.
Lve Marita


